Mastodon, Fediverse, offene Netzwerke.
Generation XYZ und mittendrin: wir alle.*
Die re:publica 2025, war ein Ort, wo sich Denkende von nah und fern sammelten, drei Tage voller Denkanstöße, ehrlicher Begegnungen und dem guten Gefühl, nicht allein zu sein. 💚
„Generation XYZ“ war das Motto, und tatsächlich ging es um mehr als Alter oder Herkunft. Es ging um gemeinsame Verantwortung, um die Frage, wie wir miteinander leben wollen und wie wir reden, streiten, zuhören.
Ich habe Gespräche (viele) geführt, in denen Altersunterschiede nebensächlich wurden. Weil es um Haltung ging. Um Aufmerksamkeit. Um digitale Räume, die mehr sind als Kanäle. Um neue Rituale, wie Thomas Knüwer und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach sie beschrieben, von Kirchen ohne Gott, die trotzdem Halt geben.
Einer der stärksten Momente für mich: Marcus John Henry Brown mit seinem Talk „Happy!“. Eine Präsentation hatte ihn einst ins Krankenhaus gebracht. Doch statt aufzugeben, hat er seine Art zu sprechen und aufzutreten radikal hinterfragt. Heraus kamen neun Prinzipien und einfache Protokolle, die sein Leben verändert haben. Und die jeder für sich nutzen kann. Persönlich, nahbar, mutig – genau so ein Vortrag, der bleibt.
Auch Ricarda Lang hat mich beeindruckt, klar, reflektiert, verletzlich. Und Maja Göpel, deren zweiter Auftritt mich in seiner ruhigen Stärke tief getroffen hat. Beide haben gezeigt: Politik kann menschlich sein. Muss es sogar.
Bemerkenswert war auch die Vielzahl an Talks zu Mastodon und dem Fediverse. Noch wirken diese Netzwerke für viele wie ein Nischenthema, dabei zeigen sie deutlich, dass es Alternativen zum Plattformkapitalismus der US-Tech-Konzerne gibt. Offen, föderiert, gemeinschaftlich gedacht, fast wie eine Genossenschaft.
Wer sich lösen will, findet hier auf der Konferenz re:publica erste Wege.
Zwischen Panels über KI, Desinformation, Nachhaltigeit ohne Greenwashing (und Marketing danke Katharina Reuter), kritischer Medienkompetenz und pluralistischer Demokratie hat sich wieder etwas bestätigt:
Die re:publica bietet einen Raum, der mehr ist als eine Konferenz. Sie ist ein Resonanzraum für Menschen*, die sich nicht abspeisen lassen. Die genauer hinsehen, unbequem fragen, weiterdenken, miteinander, nicht gegeneinander.
Danke für den Austausch, das Lachen, das Innehalten. Für Hängematten, Side Events, Diskurse und Dissonanzen. Ich komme wieder, keine Frage.
Die re:publica 2025 war keine Konferenz über Generationen, sondern eine, die sie verbunden hat.
💚 Bis 2026.
Danke an Andreas, Johnny, Markus und Tanja für die bezaubernde Orga. Elke für den Support.
Foto: Anne Barth / re:publica (CC)

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