Kuh, Hafer, Soja, Mandel?

Warum Kuhmilch oft günstiger ist als Hafermilch wirkt auf den ersten Blick paradox. Die Herstellung von Kuhmilch ist ressourcenintensiver und verursacht deutlich höhere Umweltkosten. Trotzdem ist sie im Regal häufig billiger.

Meine Kollegin Marianne Pietschmann ist der Sache mal auf den Grund gegangen. Die Milchindustrie wird in der EU stark subventioniert. Diese Förderungen senken die Produktionskosten und damit den Endpreis. Pflanzliche Drinks erhalten diese Unterstützung nicht. Der wichtigste Grund liegt also in politischen Rahmenbedingungen.

Dazu kommt die Mehrwertsteuer, denn Kuhmilch gilt als Grundnahrungsmittel und wird niedriger besteuert. Hafermilch fällt unter den regulären Steuersatz und wirkt dadurch automatisch teurer.

Auch Marktstrukturen spielen eine Rolle. Die klassische Milchindustrie ist groß, gut vernetzt und seit Jahrzehnten etabliert. Umweltfolgen wie Emissionen oder Flächenverbrauch tauchen im Preis kaum auf. Pflanzliche Alternativen tragen ihre tatsächlichen Kosten deutlich direkter.

Der Preis im Supermarkt sagt also wenig über Nachhaltigkeit aus. Er zeigt vor allem, welche Produkte politisch begünstigt werden. Wer Preise versteht, kann bewusster entscheiden. Als Konsument*in, als Unternehmen und als Gesellschaft.

Wer den ganzen Artikel, mit Zahlen, Daten und Fakten dazu lesen möchte findet ihn im GLS Bank Magazin: https://lnkd.in/eUvNB7tG

Trinks Du Hafer, Mandel oder Kuh? 💚

tl;dr: Wenn Ihr Milch kauft, kauft sie direkt beim Bio-Bauern, so umgeht Ihr die Molkereien und Zwischenhändler.


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