Was dürfen Fin-Fluencer?

Die Finanzaufsicht BaFin hat zusammen mit den europäischen Finanzmarktaufsichtsbehörden ein Factsheet für Finfluencer erstellt. Es gibt einen Überblick über rechtliche Pflichten und enthält Tipps, wie Finanzprodukte beworben werden dürfen.

Im Kern geht es darum, dass Finanzinhalte in sozialen Medien kein Spielzeug sind. Die BaFin sagt, dass Werbung für Finanzprodukte anders bewertet werden muss als Werbung für Alltagsprodukte. Follower*innen können echtes Geld verlieren. Deshalb sind mehr Sorgfalt, Transparenz und Verantwortung gefragt.

Das PDF sagt ganz deutlich, dass … Auch wenn Du keine Zulassung hast, bist du für die Inhalte, die du postest, verantwortlich. Vorsicht mit Aussagen, die irreführend oder vereinfachend sind. Die können Menschen schaden und für dich rechtliche Folgen haben. Unwissen schützt nicht.

Wenn du Geld, Geschenke oder andere Vorteile bekommst, muss das klar und sofort erkennbar (Werbekennzeichnung) sein. Wenn du selbst investiert bist oder vom Erfolg eines Produkts profitierst, solltest du das offen sagen. Nur mit versteckten Hinweisen oder unauffälligen Hashtags kommt man nicht weiter.

Bei Themen rund um Investitionen wird es schnell kritisch. Viele Produkte, die online beworben werden, sind hochriskant. Dazu zählen CFDs, Forex oder bestimmte Kryptowährungen. Die BaFin sagt, dass Aussagen sachlich korrekt sein müssen und klar zwischen Fakten und persönlicher Meinung unterscheiden müssen.

Ein zentraler Punkt betrifft „Empfehlungen“. Wenn Du deinen Follwoer*innen sagst, was sie kaufen, verkaufen oder meiden sollen, kann das als Anlageberatung gelten. Dafür brauchst du eine offizielle Zulassung. Das gilt sogar dann, wenn du öffentlich prognostizierst, dass Kurse steigen oder fallen könnten. Nur weil Du z.b. schreibst: „keine Anlageberatung“, heißt das nicht, dass du automatisch geschützt bist.

Was auch noch wichtig ist: Die Rolle, die du einnimmst!

Wenn du ein Produkt nicht wirklich verstehst, solltest du nicht so tun, als wärst du Expert*in. Auch wenn Du dich nicht formell beraten lässt, können falsche oder unklare Aussagen großen Schaden anrichten für andere und für dich selbst.

Die BaFin sagt im Wesentlichen: Ehrlich sein, klar sprechen, Interessen offenlegen, Risiken benennen und im Zweifel lieber nichts posten. „Influencing“ heißt nicht, dass man um jeden Preis viele Follower haben muss. Es bedeutet Verantwortung zu übernehmen.

Hast Du dich schon mal FinFluencen lassen?

Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / 09.01.2026 | Mehr Transparenz für Finfluencer.

Fediverse-Reaktionen

Kommentare

2 Kommentare zu „Was dürfen Fin-Fluencer?“

  1. Was mich an dem Papier ja am stärksten irritiert nach der Rechtsprechung der letzten Jahre: Dass „sponsored by“ für die BaFin ausreichend ist..

    1. Somit ist wenigstens klar dies die Person bezahlt wurde und man kann erahnen was dahinter steckt. Aber da würde noch mehr gehen, da stimme ich Dir zu! Gruß Rouven

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